20.08.2026

Brand im Hohen Venn – Aktuelles zur Infrastruktur

Nach unserem ersten Informationsschreiben zum Brand im Hohen Venn möchten wir Sie heute über den aktuellen Stand der touristischen Infrastruktur informieren.
Laut offizieller Mitteilung des Provinzgouverneurs ist ab dem 19/08 um 17:00 Uhr die Evakuierung der Dörfer Küchelscheid und Leykaul wieder aufgehoben.
Außerdem ist laut selbiger Mitteilung die N669 (zwischen Bütgenbach und Monschau) wieder für den Verkehr freigegeben, und darf von den Bewohnern genutzt werden um zu ihren Wohnungen zurückzukehren. Die Autofahrer werden gebeten, die Beschilderungen zu beachten und ihre Geschwindigkeit den Verkehrsbedingungen anzupassen.
Welche Wander-, Rad- und MTB-Routen sind aktuell befahrbar, wo gibt es Einschränkungen?
Venntrilogie
Die Etappen 3 und 4 sind aufgrund des Brandes geschlossen, beide Etappen sind vom Brand betroffen. Die Etappen 1, 2, 5 und 6 hingegen können bewandert werden.
Allerdings empfehlen wir aufgrund der teils weit ziehenden Rauchentwicklung vor der Wanderung, die Windrichtung und -stärke auf der Webseite des KMI zu prüfen.
Vennbahn
Zwischen Raeren und Waimes ist die Vennbahn gesperrt. Es gibt eine Umfahrungsmöglichkeit, diese führt aber teilweise über Straßen mit wesentlich mehr Gefälle als die Vennbahn aufweist. Die Route der Umfahrung finden Sie hier. Bitte beachten Sie, dass diese Route nicht physisch beschildert ist.
Allerdings empfehlen wir aufgrund der teils weit ziehenden Rauchentwicklung vor Ihrer Fahrt, die Windrichtung und -stärke auf der Webseite des KMI zu prüfen.
Stoneman Arduenna
Der Abschnitt im Hohen Venn ist gesperrt und der Checkpoint Hohes Venn am Signal de Botrange ist nicht anfahrbar. Um diesen Abschnitt zu umfahren, wurde eine Umleitung eingerichtet, die zwischen dem Naturparkzentrum Botrange und Ovifat ausgeschildert ist. Der offizielle GPX-Track der Route aus dem Starterpaket wurde ebenfalls entsprechend angepasst.
Die Stoneman-Fahrt wird daher mit 7 (statt 8) angefahrenen Checkpoints gefinisht. Now-Starter werden gebeten, uns zum Finishen per Mail zu kontaktieren.
Genusstouren
Bis auf die Wanderrouten im Hohen Venn (sowie engste Umgebung) und die Routen rund um die Seen (werden für Löschwasser benötigt) können alle anderen Genusstouren bewandert werden.
Gesperrt sind folgende Genusstouren: 03 – Der Wasserfall des Bayehon (Longfaye) ; 12 – Die große Vennrunde (Mont Rigi) ; 13 – Im Land des Négus (Xhoffraix) ; 18 – Das Sourbrodter Venn (Sourbrodt) ; 21 – Eine andere Welt (Petergensfeld) ; 23 – So nah und doch so fern (Ternell) ; 24 – Hertogenwald (Eupen) ; 26 – Vom Wald der Herzöge (Eupen)
Auch über diese Zonen hinaus kann je nach Windrichtung Rauch zu spüren sein, daher empfehlen wir vor der Wanderung die Windrichtung und -stärke auf der Webseite des KMI zu prüfen.
Ovelo
Die Radrouten, die durch das Hohe Venn oder zu den Seen (werden für Löschwasser benötigt) führen (Ovelo 1 bis 5), können nicht befahren werden. Die Routen 6 bis 10 sind allerdings aktuell machbar. Nichtsdestotrotz gilt auch hier die Empfehlung, vor der Wanderung die Windrichtung und -stärke auf der Webseite des KMI zu prüfen.
Weitere Routen
Auf ostbelgien.eu wurden alle Routen, die aktuell nicht befahren werden sollten, klar als solche markiert. Alle anderen Routen können angefahren werden. Auf den Online-Routenplanern (Wandern und Radfahren) ist die Sperrzone zum Vennbrand ebenfalls klar markiert. Die Wege, die außerhalb dieser Zone liegen, sind befahrbar (außer, es liegt eine andere Sperrung vor).
Bitte beachten: weiterhin herrscht Trockenheit
Sollten Sie eine Wander- oder Radroute starten, mochten wir Sie darauf hinzuweisen, dass die ostbelgischen Wälder weiterhin sehr trocken sind. Der Regen der letzten beiden Tage reichte nicht aus, um die Brandgefahr zu bannen. Daher sollte ganz besonders darauf geachtet werden, keine Zigarettenstummel zu hinterlassen, Lagerfeuer zu entzünden oder Autos auf Grasflächen zu parken. Sämtlicher Müll sollte zudem mitgenommen werden.
Im Anhang finden Sie die Mobilitätskarte, die Umleitung der Vennbahn sowie die Affiche der Regierung zur Sensibilisierung Ihrer Gäste für die weiterhin bestehende Trockenheit in den Wäldern.
Wir werden die Situation weiterhin beobachten und unsere Informationsseite laufend aktualisieren.
Bezüglich möglicher Unterstützungsmaßnahmen für die betroffenen touristischen Betriebe prüft die Wallonie derzeit, ob auf föderaler Ebene Unterstützungsmöglichkeiten geschaffen werden können. Sobald uns hierzu weitere Informationen vorliegen, werden wir Sie selbstverständlich darüber informieren.
Bei Fragen oder besonderen Herausforderungen können Sie sich selbstverständlich weiterhin gerne an uns wenden.