Heimische Wildkräuter

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Heimische Pflanzen kennenlernen

Sie haben einen schlechten Ruf – sog. Unkräuter. Dabei gibt es sie überhaupt nicht, in keinem wissenschaftlichen Buch sind sie zu finden. Die Biologie definiert Unkräuter als solche „Pflanzen, die dort vorkommen, wo der Mensch sie nicht haben will“. Tatsache ist, dass alle Arten, die wir als Unkräuter ansehen in Wirklichkeit unsere heimischen Wildkräuter sind. Sie haben in unseren Regionen ihren angestammten Platz, sie sind es, die Bienen und andere Insekten mit ausreichend Nahrung versorgen. Doch spätestens bei der eigenen Gartengestaltung hört es mit dem guten Willen auf. Dann werden solche Arten gepflanzt, die aus Gärtnereien und Gewächshäusern stammen, die gezüchtet wurden, damit sie schön aussehen und die nur dann ihren Platz behaupten können, wenn wir Menschen ihnen regelmäßig die natürlichen Konkurrenten vom Hals schaffen. Dabei sind die heimischen Wildkräuter von bizarrer Schönheit, es lohnt sich mal genauer hinzuschauen. Wildkräuter und -stauden sind an unser Klima angepasst und müssen nicht aufgepäppelt werden. Außerdem blühen einige von ihnen im Winter, was gut ist für Wildbienen, die bei niedrigen Temperaturen von 2 bis 5 °C fliegen. Und sie vermehren sich quasi von alleine, wenn man es zulässt, dass sie nach dem Verblühen noch ihre Samen entwickeln dürfen. Vielen Gärtner*innen fällt es jedoch meistens schwer, ein klein wenig Unordnung zuzulassen oder zu akzeptieren, dass sich Pflanzen ihren Standort selbst aussuchen oder von alleine ansiedeln. Und nicht selten kommt auch aus der Nachbarschaft Kritik, etwa mit dem dezenten Hinweis, man solle doch bitte den Garten ein wenig pflegen.

Mit Natur hat dies nichts zu tun. Natur braucht keine Pflege, sondern Ruhe und Respekt.

Wer hingegen die heimischen Pflanzen kennt, der lernt sie schätzen. Hier setzt der Kurs an!

 

Zeitlicher Rahmen

Der Kurs ist als Fortbildungsangebot für Erwachsene konzipiert und startet erstmalig im Februar 2023.

Die 8 Kurstermine laufen von Februar bis November, immer Samstag von 10-14 Uhr entweder im Haus Ternell oder an einem besonderen Exkursionszielort. Einschreibungen sind nur für den kompletten Kurs möglich, die Teilnahme an einzelnen Kurstagen macht keinen Sinn. Es besteht zwar keine Anwesenheitspflicht um an der Abschlussprüfung teilzunehmen, verpasste Termine können im darauffolgenden Jahr allerdings nicht nachgeholt werden.

Kursdaten 2023 Themenschwerpunkte
11.02.2023 Einführung in die Pflanzenmorphologie (Blattformen, Blütenaufbau, Früchte)

 

11.03.2023 Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkung – Vorbereitung einiger Grundsubstanzen für den Kurstag 5

 

22.04.2023 Bestimmungsübungen – Teil 1

 

13.05.2023 Frühlingsexkursion entlang der Wegränder mit Bestimmungsübungen im Gelände

 

03.06.2023 Kosmetische Produkte aus Wild-und Gartenkräutern

 

24.06.2023 Sommerexkursion z.B. in den Botanischen Garten Gut Melaten, Aachen

 

08.07.2023 Bestimmungsübungen – Teil 2

 

19.08.2023 Schriftliche und praktische Abschlussprüfung

 

Inhalte

Der Einstieg in den Kurs beginnt mit der Theorie der Morphologie, also dem Aufbau der Pflanzen. Dies ist eine wichtige Grundlage zum Bestimmen und Wiedererkennen der wichtigsten Pflanzenarten bzw. Pflanzenfamilien.

Für die Nutzung von Pflanzen sind Artenkenntnisse, Kenntnisse über die Inhaltsstoffe und deren Wirkung, sowie der Konservierung wichtig. Der Kurs bietet daher auch praktische Teile z.B. Bestimmungsübungen, Exkursionen, Experimente im Labor und Zubereitungen.

Kosten

Der Kurs wird zu einem Preis von 240,- € / Teilnehmer angeboten. Darin enthalten sind alle schriftlichen Unterlagen (Skripte), sowie das zur Zubereitung benötigte Material.

Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 8 Personen.

 

Veranstaltungsort

Haus Ternell

Zertifikat

Nach erfolgreichem Abschluss mittels einer kleinen schriftlichen und praktischen Prüfung, erhält jeder erfolgreiche Teilnehmer ein Zertifikat.

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Persönliche Infos

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